Endlich gings wieder los. Lange hab ich mich drauf gefreut. Die Tage werden wieder länger und wärmer wirds endlich auch. Wärmer- nicht warm!
Und so kam die 1. Runde Bundelsliga so schnell und schnell war sie wieder vorbei. Der 1. März war ein Sonntag - kein Flugwetter im Bayrischen Wald.
Und ich bin fremd gegangen. Und hatte sogar das Einverständnis von Claudia.
Ich war unterwegs mit den Osserfliegern beim Clubausflug in Griechenland. Der Freiberger Konrad hatte es organisiert. Ingesamt waren wir 14 Flieger, darunter auch eine Fliegerin, 4 davon sind im dem Auto! angereist. Unsere Basis hatten wir in Paramythia, strategisch gewählt, um möglichst kurze Anreisewege zu den verschiedenen Fluggebieten zu haben. Und davon hat Griechenland einige zu bieten.
Am Sonntag ging es nach einem kurzen Abstecher nach Parga am Meer direkt zum Startplatz Gorilla in Sichtweite unserer Unterkunft.
Der Startplatz ist richtig geil hergerichtet mit Kunstrasen und liegt direkt vor einer südlich ausgerichteten, blanken Felswand. Ich bin 15:19 gestartet und der Bart vor der Felswand vermittelte mir sehr schnell, was hier abgeht, wenn's richtig kachelt.
Getreu meinem (alten) Motto: ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss und verlies den Bart auf knapp 1000m. Ich dachte mir, die Kante trägt so gut- das reicht locker. Ich Depp! Alles ging gut, bis zum Wendepunkt, der leider auch etwas zu optimistisch im Süden lag. Am Ende der Ridge war alles verbrannt, keine Baum, kein Strauch, nur verbrannte Erde. Ich war so fasziniert von meiner Umgebung und so überzeugt vom Iota, dass mich erst die Wende und der Blick zurück in die Realität holte. Sofort nach dem Umdrehen kam ein erster Anflug von Ernüchterung. Dieses blöde Gefühl, was sich breit macht, wenn man weiß, dass man verkackt hat. Mein Mitflieger, der Jonas, hatte es früher geschnallt, ist mir nicht nachgeflogen und hatte die entscheidenden Höhenmeter mehr. 20 Minuten bin ich dann noch rumgeiert, um wenigstens die 15km für die BL vollzukriegen. Einlanden, Standpunkt setzen, 8 km bis zum Landeplatz. Scheisse verdammte. Vor lauter Wut bin ich dann erstmal 1 Stunde durch die Walachei gerannt (die es übrigend tatsächlich gibt! Ist irgendwo in der Gegend vom Dracula :-)), bis mich Yanni aufgesammelt hat.
Was bleibt? Fehler machen ist essentiell. Wer keine Fehler macht, lernt nix dazu. Fehler machen ist das beste, was einem passieren kann. Nur so wird man sich weiter entwickeln - egal worum es geht. Denkt daran, wenn ihr euch das nächste Mal ärgert, wenn ihr absitzt. Denkt positiv.
(Gut, dieser blöde BL-Punkt war gemacht, da muss die Projektgruppe erstmal nachziehen und ich konnte die folgende Flugwoche entspannt geniesen :-)).
Die Woche war übrigens der Hammer.
Griechenland ist auf jeden Fall eine Flugreise wert, die Landschaft des Pindos- Gebirges ist großartig, schneebedeckte Gipfel, die tiefste Schlucht der Welt (Vikos). Soring am Meer, Toplanden, Streckenfliegen. Alles dabei. Allerdings sollte auch die richtige Fliegertruppe beisammen sein - dickes Lob an den 1.GVB. Mit euch gehe ich gerne wieder fremd!
Und auch ein dickes Lob an Akis, Yanni und Michai von https://www.lefkadaparagliding.gr. . Alle unsere Wünsche wurden erfüllt. Ok, am Frühstück kann man noch was machen:-)
Aber zurück zu Bundeswehr, äh, Bundesliga.
Am Samstag, den 07.03. waren dann wieder die Könner unterwegs. Mein Mentor Alex Resch (der sich allerdings bis jetzt wenig um meine Weiterbildung gekümmert hat!) war zusammen mit Max Oberneder und dem Seidl Markus unterwegs im Pongau am Bischling und konnten mit 3 Flügen zischen 106 und 130 km den 3. Platz in dieser zweiten BL-Runde einfahren.
Würde gerne mehr dazu schreiben, aber sorry, muss zum Fliegen ;-)
Gratulation zu dieser Leistung und weiter so!