Diesmal schauten die Wetterprognosen besser aus, burnair meldete sogar eine Hammertag für Samstag, jenachdem, wann man draufschaute.
Also gings 10:30h zum Landeplatz am Hausstein. Die ersten machten sich schon startklar zur Weiterfahrt zum Sommerberg. Hä, hab ich wiedermal was nicht mitbekommen. Ist doch Süd gemeldet? Bei der Hinfahrt hab ich mich schon auch a bisserl gewundert, 8/8 Bewölkung? Hammertage schauen anders aus. Auch das Livewetter vor Ort war nicht so vielversprechend. Aber Sommerberg? Ne, das wird schon...
Also hoch zum Startplatz.
Am Startplatz sah es dann nicht viel anders aus als am Landeplatz, nur war es hier mittlerweile wesentlich voller. Kein Wind, keine Sonne, kalt. Parawaiting war angesagt. Parawaiting kommt gleich nach Schirm zusammenpacken- ist fast genauso blöd. Aber gut, bleibt Zeit, meine sozialen Kontakte zu pflegen. Da erinnere ich mich immer an meine Anfänge am Wallberg. Da sitzt man oben am Startplatz und jeder hat schon den "quatsch mich bloß nicht an"- Gesichtausdruck. Das ist glücklicherweise anders bei uns. Einfach schön. Ich quatsch mit Detlev und warne ihn vor, er solle doch bei unserer geplanten Biwacktour immer schön sein Essen vor mir verstecken. Ich kann für nichts garantieren, wenn ich bei Regen hungrig, frierend und schlecht gelaunt oben am Berg sitze. Der Max O. kommt und erzählt irgendwas von Kondensation über bayrischen Wald durch Luft von Süd und- ich kapier garnix. Frag den Detlev: was hat er grad erzählt? Detlev erklärt geduldig. Ich kapier immer noch nichts...wurscht, momentan fliegt garnix.
Die Frage, wie ich das ganze Biwackgeraffel den Berg hochschleppen soll, geht mir durch den Kopf. Ob der Seppi vielleicht.. Vielleicht sollten noch ein paar Kilo runter bis dahin.. mit Schokoladen- oder doch besser mit Käsekuchendiät. Kann mich nicht entscheiden. Immernoch keine Sonne.
Langsam verlier ich die Geduld. Ich bin noch garnicht in der Luft und frier mir jetzt schon den Arsch ab. Ok, vorbei, ich pack zusammen und fahr runter. Seppi und Maik sind auch dabei. Maxi, Detlev und ein paar andere fliegen runter...
Unten angekommen sorgt ein Blick hoch zum Hausstein für Verwirrung. Was ist das denn? Dahinter wirds blau. Echt jetzt? Ok, erneute Planänderung. Wieder hoch zum Startplatz. Ja, als Gleitschirmflieger muss man flexibel sein..
Wieder oben angekommen, streichen schon die ersten zarten Ablösungen die Startschneise hinauf...
Aber a bisserl Zeit bleibt noch.
Also beschließe ich, unserem Sonnenschein, der Anna einen Besuch abzustatten, nachdem der Karl sie die ganze Zeit belagert hat. Nun, ihre Gedanken hätt ich gerne gelesen...erst nervt der oide Depp, jetzt kommt der oide dicke auch noch..naja, sie lässt sich nichts anmerken und entschwindet elfengleich, aber zügig gen Süden...
Zeit, sich startklar zu machen..14:04 h bin ich in der Luft. Geht gut. 10 min später hab ich meine Abflughöhe von knapp 1500 erreicht. Die erste Gruppe ist zwar noch a bisserl über mir..egal, brauch ich nicht. Maxi ist bei mir, als ich mich auf den Weg mache. Hinterherfliegen hat er ja schon in Bassano geschafft.
Linie ist prima, zügig hoch bis über 2000 m und ab zu meinem Lieblingsberg, dem Vogelsang. Wer kommt mir dem da 150 m tiefer entgegen? Anna ist also schon wieder auf dem Rückweg? Normalerweise sehe ich die Enzos immer deutlich über mir. Ein Blick voraus lässt nichts Gutes ahnen. Der Max ist vor mir, zusammen mit einem blauen Zeolight und irgend so einem Nova-Ding? Also Gas geben. Am Vogelsang nochmal hoch auf 2000. Ist schon auch West drin. Vielleicht wäre der Sommerberg - egal. Rüber übers Kalteck. Diese Ecke über Böbrach ist schon irgendwie ein Scheiss. Direkt Richtung Hirschenstein schaut's immer - zumindest für mich - blöd aus. Alles Wald. Wenn das nicht funktioniert, wird richtig bescheiden. Aber ich hab ja Vorflieger. Die sind mittlerweile aber auch schon ganz schön tief. Etwas Zeit habe ich, um mir das ne Weile lang anzuschauen. Vario piept. Ich dreh ein, hab ja sonst nichts wichtiges zu tun. Ist mehr so ein Alibidrehen um die Verfolger etwas zu verwirren und sie auf die falsche Fährte zu locken. Beim Maxi brauch ich garnicht so taktisch vorzugehen. Der hatte wohl schon am Hausstein die Unterhose braun.
So drehe ich und drehe und komm keinen Meter hoch. Mich schüttelst ziemlich durch. Unangenehm. Der Max erwischt besser, hat mich mittlerweile ausgekurbelt überm Hirschenstein. Irgendwann bin ich dann auch wieder unter der dunklen Wolke, die mit dunklem Visier und Sonnenbrille noch grimmiger ausschaut. Ab und zu sehe ich auch Tropfen auf dem Visier. Ist mir aber egal, hab ja nen Schirm dabei (ok, der is flach)..
Weiter geht nach St. Engelmar. Kalt ist mir auch, trotz Heizhandschuhen. Hier gleich mal ein kleiner Produkttest: anfänglich begeistert sind diese Zanierdinger mittlerweile der letzte Rotz. Der Akku hält gefühlt nur ne Stunde, Wärme spürt man, wenn überhaupt, nur am Startplatz. Vergisst man den Akku abzustecken vom Handschuh, ist er das nächste Mal leer. Und laden dauert ewig. Also, das Geld investiert man besser woanders.
St. Engelmar kommt in Sicht. Ich sehe den blauen Zeolight über dem Sommerberg, bereits auf dem Rückweg. Was macht der denn? Spiralt der ab? Ne, der sinkt einfach gefühlt nach unten durch. Ich dreh auf und eine paar Kreise später taucht er nördlich über dem Pröller wieder auf! Hä, war der Sekundenschlaf minutenlang oder hat der Zeolight seinen Nachbrenner gezündet. Das war jetzt wirklich fix. Ich beschließe, auch den Heimweg anzutreten.
Max ist nicht mehr zu sehen. Wahrscheinlich abgestürzt oder eingesogen. Obwohl, gesogen hat die dicke Wolke eigentlich nicht.
Rüber über den Pröller an die Stelle des Zeo.. A bisserl aufdrehen. Geht nicht so richtig. Aber in Richtung Hirschenstein geht's auch geradeaus hoch. Schön gemächlich, grad so, das man sich nie sicher sein kann, ob man drüberkommt. Ein paar Heber später über dem Turm am berüchtigten und gefürchteten Hirschenstein.
Na dann, komm du Sau, zeig mal, was du drauf hast. Ein schöner Bart, nicht böse, bringt mich schnurstracks wieder unter die Wolke. Eine komfortable Höhe für den Rückweg. Vielleicht wird das ja noch was mit uns zweien..
Der Zeo bleibt in Sichtweite. Am Vogelsang nochmal etwas Höhe getankt und ab nach Hause. Beim Gasgeben wird's spürbar kälter. Aber dafür wird's auch wärmer, je tiefer ich komme. Immer wieder schön, wenn man's heimschafft.. Geiler Flug. Wer hätte das noch erwartet, nach diesen Anfangsschwierigkeiten..
Und wie lief's am Sommerberg? Moritz, Schos und Alex konnten ein paar schöne 50 bis 60 km große FAIs fliegen. Aber für einen angesagten Hammertag war die Ausbeute dann doch etwas mau.
Für die Bundesliga zählt bekanntlich nur geradeaus. Und hier konnte der Christoph Antwerpen und der Markus Hauser am Hochfelln mit Flügen über 97 km und 74 km punkten. Der Hochfelln wäre doch mal was für einen Wochenendausflug? Was meint ihr? Der 3. Bundesligawertungsflug ging dann doch noch vom Hausstein.
Zachi flog ebenfalls Richtung Sommerberg und noch etwas weiter. Mit 71 km war das der dritte Platz. Dich hab ich übrigens auch ab und zu gesehen und mich gewundert, wer das sein könnte. Mein kibo hatte die selben schönen Farben, flog aber beschis - ich meine -nicht gut. Scheint nicht auf alle UPs zuzutreffen. Vielleicht lags auch daran, dass ich die Gewichtsbereiche immer weit überreize ;-).
Das bringt uns 8 wichtige Punkte und den 11. Platz in dieser Runde. Damit halten wir den 1. Platz in der Gesamtwertung!
Der BL Bericht kommt leider etwas verspätet. Ich war im Osterurlaub.
Ostern ist Bassanozeit. Wer allerdings etwas mehr Ruhe sucht, sollte speziell das Osterwochenende meiden. Die Montegrappa Trophy fällt auch auf dieses Wochenende, sodass gefühlt die ganze Gleitschirmwelt die wenigen Campingsmöglichkeiten und B&B's belagert. Eine kleine Gruppe unerschrockener Piloten aus dem Bayerwald ließ sich davon aber nicht abschrecken und konnten sauber Punkte für die BL-Wertung einfahren. Alex Resch, Albert Tanzer und Detlev Schilling lieferten hervorragende Flüge ab und brachten uns den 3. Platz und 16 Punkte in dieser Runde. Tolle Leistung.
In der 7. Runde sah es erst so aus, als würden die Verhältnisse im Bayrischen Wald die in Italien toppen. Was ich gesehen habe, war ganz schön was los am Hausstein. Im nachhinein war der Samstag dann besser angesagt als er tatsächlich war. Trotzdem konnten 2 unserer Piloten am Hausstein punkten: Gratulation an Maximilian Oberneder und King Karl für eure Flüge! Und was mich besonders freut: das XC-Training mit Maxi in Bassano hat Früchte getragen. Maxi konnte in der BL punkten! Klasse! Ich hoffe, das motiviert dich für mehr, alte Kackbratze!
Die Flüge brachten uns den 5. Platz und 14 Punkte in dieser Runde. Damit stehen wir immernoch auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung.
Nachtrag: Helmut konnte in Spanien noch punkten. Leider verändert dieser Flug nichts an der Platzierung unseres Vereins in dieser Bundesligarunde, lediglich Maxi fällt vom Podest. Damit stehen der Helmut, der Max O. und der Karl in dieser Runde auf dem Stockerl. Nochmals Gratulation an die Piloten.
Was für eine bescheidenes Wochenende! Temperaturen um den Gefrierpunkt und Windstärken jenseits von Spass ließen mich an der Wohnzimmercouch festwachsen. Nein, stop, der Wille war da
und artete in ungeahnte körperliche Anstrengung aus: mein schlechtes Gewissen trieb mich dann doch aufs (E-)Bike, um meine Hausstrecke das erste Mal dieses Jahr unter die Stollen zu nehmen.
Leider war der Akku noch unfitter als ich und in Anbetracht der vorherrschenden Aussentemperaturen stellte er schließlich 10 km vor Zieleinfahrt seinen Dienst komplett ein. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich diesen Eisenhaufen verflucht habe bis ich wieder daheim war. Naja, kalt war mir zumindest nicht mehr.
Und was soll bei so einem Wetter schon rauskommen für die Bundesliga, dachte ich mir.
Ha, und wieder Erwarten, und das verkünde ich mich großer Freude, war unser Ergebnis herausragend! Wer hätte sowas erwartet, der erste Platz in dieser Runde geht an den DGCB!!!
Saubere 18 Punkte haben Alex Fischer am Sommerberg, Christoph Antwerpen an der Hochries und unser Spezialagent in Madalascanas, Helmut, der heute auch Geburtstag hat - happy birthday Helmut! - erflogen.
Helmut konnte übrigens bereits in der 3. Runde punkten, hat aber wohl erst später eingereicht - zumindest erst nach meinem Bericht. Also nicht beschweren bei der Mutti, sondern rechtzeitig einreichen!
Damit stehen wir auf dem ersten Gesamtplatz in der BL... mal schauen, wie lange das so bleibt!
Nochmals danke an die Piloten und ein dreifaches Hoch auf unser Geburtstagskind!
Wiedermal hat gutes Wetter, speziell Flugwetter, am vergangenen Wochenende einen großen Bogen um den Bayrischen Wald gemacht. Nichtsdestotrotz waren 3 Flieger unterwegs und konnten wichtige Punkte für die BL-Wertung erfliegen. Zum einen waren Bruno und Drago am Brauneck unterwegs.
Dort gings rauf bis auf 2700m. Dragoljub hat's 1h 20 ausgehalten. Bruno 2h, wahrscheinlich motiviert durch seinen neuen Schirm?!
Christoph hat einen Hike auf den Rechenberg gemacht. Aber auch er hat nach 1h 21min die Segel gestrichen. War schon kalt, oder?
Schön, dass wieder ein neues Gesicht in der Wertungsliste auftaucht! Vielleicht motiviert das ja für mehr. Drago, weiter so!
Eure Flüge bringen uns auf den 6. Platz in dieser Runde und damit den 3. Platz in der Gesamtwertung!
Ein ereignisloses Wochenende liegt hinter uns. Wiedereinmal hat das Wetter unsere Pläne durchkreuzt. Aber es gibt einen Lichtblick!
Offensichtlich war das Wetter überall eher bescheiden, so daß ein einziger Flug vom Alex Fischer am Osser uns den 2. Platz in dieser Runde bescherte. Bis jetzt konnten lediglich 4 Vereine Punkten und Alex bringt uns mit seinem Flug 3 wichtige Punkte. Von unserer unmittelbaren Konkurrenz niemand zu sehen.
Alex, prima gemacht!
Endlich gings wieder los. Lange hab ich mich drauf gefreut. Die Tage werden wieder länger und wärmer wirds endlich auch. Wärmer- nicht warm!
Und so kam die 1. Runde Bundelsliga so schnell und schnell war sie wieder vorbei. Der 1. März war ein Sonntag - kein Flugwetter im Bayrischen Wald.
Und ich bin fremd gegangen. Und hatte sogar das Einverständnis von Claudia.
Ich war unterwegs mit den Osserfliegern beim Clubausflug in Griechenland. Der Freiberger Konrad hatte es organisiert. Ingesamt waren wir 14 Flieger, darunter auch eine Fliegerin, 4 davon sind im dem Auto! angereist. Unsere Basis hatten wir in Paramythia, strategisch gewählt, um möglichst kurze Anreisewege zu den verschiedenen Fluggebieten zu haben. Und davon hat Griechenland einige zu bieten.
Am Sonntag ging es nach einem kurzen Abstecher nach Parga am Meer direkt zum Startplatz Gorilla in Sichtweite unserer Unterkunft.
Der Startplatz ist richtig geil hergerichtet mit Kunstrasen und liegt direkt vor einer südlich ausgerichteten, blanken Felswand. Ich bin 15:19 gestartet und der Bart vor der Felswand vermittelte mir sehr schnell, was hier abgeht, wenn's richtig kachelt.
Getreu meinem (alten) Motto: ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss und verlies den Bart auf knapp 1000m. Ich dachte mir, die Kante trägt so gut- das reicht locker. Ich Depp! Alles ging gut, bis zum Wendepunkt, der leider auch etwas zu optimistisch im Süden lag. Am Ende der Ridge war alles verbrannt, keine Baum, kein Strauch, nur verbrannte Erde. Ich war so fasziniert von meiner Umgebung und so überzeugt vom Iota, dass mich erst die Wende und der Blick zurück in die Realität holte. Sofort nach dem Umdrehen kam ein erster Anflug von Ernüchterung. Dieses blöde Gefühl, was sich breit macht, wenn man weiß, dass man verkackt hat. Mein Mitflieger, der Jonas, hatte es früher geschnallt, ist mir nicht nachgeflogen und hatte die entscheidenden Höhenmeter mehr. 20 Minuten bin ich dann noch rumgeiert, um wenigstens die 15km für die BL vollzukriegen. Einlanden, Standpunkt setzen, 8 km bis zum Landeplatz. Scheisse verdammte. Vor lauter Wut bin ich dann erstmal 1 Stunde durch die Walachei gerannt (die es übrigend tatsächlich gibt! Ist irgendwo in der Gegend vom Dracula :-)), bis mich Yanni aufgesammelt hat.
Was bleibt? Fehler machen ist essentiell. Wer keine Fehler macht, lernt nix dazu. Fehler machen ist das beste, was einem passieren kann. Nur so wird man sich weiter entwickeln - egal worum es geht. Denkt daran, wenn ihr euch das nächste Mal ärgert, wenn ihr absitzt. Denkt positiv.
(Gut, dieser blöde BL-Punkt war gemacht, da muss die Projektgruppe erstmal nachziehen und ich konnte die folgende Flugwoche entspannt geniesen :-)).
Die Woche war übrigens der Hammer.
Griechenland ist auf jeden Fall eine Flugreise wert, die Landschaft des Pindos- Gebirges ist großartig, schneebedeckte Gipfel, die tiefste Schlucht der Welt (Vikos). Soring am Meer, Toplanden, Streckenfliegen. Alles dabei. Allerdings sollte auch die richtige Fliegertruppe beisammen sein - dickes Lob an den 1.GVB. Mit euch gehe ich gerne wieder fremd!
Und auch ein dickes Lob an Akis, Yanni und Michai von https://www.lefkadaparagliding.gr. . Alle unsere Wünsche wurden erfüllt. Ok, am Frühstück kann man noch was machen:-)
Aber zurück zu Bundeswehr, äh, Bundesliga.
Am Samstag, den 07.03. waren dann wieder die Könner unterwegs. Mein Mentor Alex Resch (der sich allerdings bis jetzt wenig um meine Weiterbildung gekümmert hat!) war zusammen mit Max Oberneder und dem Seidl Markus unterwegs im Pongau am Bischling und konnten mit 3 Flügen zischen 106 und 130 km den 3. Platz in dieser zweiten BL-Runde einfahren.
Würde gerne mehr dazu schreiben, aber sorry, muss zum Fliegen ;-)
Gratulation zu dieser Leistung und weiter so!
